Beim Investieren geht es nicht nur um Gewinne, sondern auch um Verluste. Ein wichtiger Begriff, der dabei eine Rolle spielt, ist der Drawdown. In diesem Blogpost werden wir ausführlich erklären, was ein Drawdown ist, warum er für Aktionär/innen relevant ist und wie er gemanagt werden kann.

Was ist ein Drawdown?

Ein Drawdown bezieht sich auf die Verlustphase eines Investments oder Portfolios. Es beschreibt den prozentualen Rückgang vom Höchststand zum Tiefststand des Investments. Anders ausgedrückt, ist es der Verlust, den ein Anlagebetrag während eines bestimmten Zeitraums erlitten hat, bevor er sich wieder erholt hat.

Die Bedeutung des Drawdowns für Aktionär/innen

  1. Risikomanagement: Drawdowns sind ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Sie helfen Aktionär/innen, das Risiko ihrer Investments zu verstehen und einzuschätzen. Durch die Analyse der Drawdown-Historie eines Investments kann man die Volatilität und potenzielle Verluste besser einschätzen.
  2. Psychologischer Einfluss: Drawdowns können eine starke psychologische Wirkung haben. Verlustphasen können Unsicherheit und Angst hervorrufen und dazu führen, dass Aktionär/innen panisch reagieren und ihre Investments verkaufen. Das Verständnis und die Vorbereitung auf Drawdowns können dazu beitragen, irrationalen Entscheidungen entgegenzuwirken.
  3. Langfristige Performance: Drawdowns sind auch wichtig, um die langfristige Performance eines Investments zu bewerten. Eine Strategie oder ein Fonds mit geringen und kurzen Drawdowns deutet auf eine stabile und konsistente Performance hin. Aktionär/innen sollten die Drawdowns eines Investments im Kontext der Gesamtperformance betrachten.

Drawdown-Management

  1. Diversifikation: Eine breite Diversifikation des Portfolios kann dazu beitragen, das Risiko von großen Drawdowns zu verringern. Durch die Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Anlageklassen, Branchen und geografische Regionen kann das Risiko einzelner Investments reduziert werden.
  2. Stop-Loss-Orders: Stop-Loss-Orders sind ein Werkzeug, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Mit einer Stop-Loss-Order legt man einen festen Verkaufspreis fest, bei dem das Investment automatisch verkauft wird, wenn der Kurs einen bestimmten Wert erreicht. Dadurch können Verluste begrenzt werden.
  3. Langfristiger Anlagehorizont: Ein langfristiger Anlagehorizont kann helfen, Drawdowns zu überwinden. Historisch gesehen haben sich Märkte nach Verlustphasen erholt und neue Höchststände erreicht. Durch Geduld und eine langfristige Perspektive können Aktionär/innen von den Erholungsphasen profitieren.

Fazit

Ein Drawdown beschreibt die Verlustphase eines Investments oder Portfolios und spielt eine wichtige Rolle im Risikomanagement und der Bewertung der langfristigen Performance. Aktionär/innen sollten Drawdowns verstehen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um sie zu managen, wie zum Beispiel durch Diversifikation, Stop-Loss-Orders und einen langfristigen Anlagehorizont. Indem man sich auf Verlustphasen vorbereitet und rational handelt, kann man langfristig erfolgreich investieren.