Ein Freistellungsauftrag ist eine Erklärung, die von Aktionär/innen an ihre Bank oder Depotstelle gesendet wird. Mit diesem Auftrag können Aktionär/innen einen Teil ihres Kapitalertrags von der Kapitalertragsteuer freistellen lassen. Der Freistellungsauftrag dient der Vermeidung von Doppelbesteuerung und ermöglicht es Aktionär/innen, ihre steuerlichen Freibeträge optimal zu nutzen.

Die Bedeutung des Freistellungsauftrags für Aktionär/innen

Der Freistellungsauftrag hat verschiedene Vorteile und Bedeutungen für Aktionär/innen:

  1. Reduzierung der Steuerbelastung: Durch die Nutzung des Freistellungsauftrags können Aktionär/innen ihre Steuerbelastung senken. Der Auftrag ermöglicht es, einen bestimmten Betrag an Kapitaleinkünften steuerfrei zu behalten, was zu einer höheren Nettorendite führt.
  2. Optimierung des steuerlichen Freibetrags: Jeder Aktionär/in hat einen jährlichen steuerlichen Freibetrag für Kapitaleinkünfte. Durch den Freistellungsauftrag kann dieser Freibetrag effizient genutzt werden, um den steuerpflichtigen Kapitalertrag zu reduzieren.
  3. Einfache Abwicklung: Mit einem Freistellungsauftrag müssen Aktionär/innen nicht jedes Jahr eine Steuererklärung für ihre Kapitaleinkünfte einreichen, solange der auf dem Freistellungsauftrag angegebene Betrag nicht überschritten wird. Dies vereinfacht die steuerliche Abwicklung und reduziert den Verwaltungsaufwand.

Einrichtung und Verwaltung eines Freistellungsauftrags

Die Einrichtung und Verwaltung eines Freistellungsauftrags ist einfach und unkompliziert:

  1. Ausfüllen des Freistellungsauftrags: Aktionär/innen müssen bei ihrer Bank oder Depotstelle ein entsprechendes Formular ausfüllen. Dabei geben sie den gewünschten Freistellungsbetrag an, der auf ihre individuelle steuerliche Situation abgestimmt sein sollte.
  2. Berücksichtigung mehrerer Banken: Falls Aktionär/innen bei mehreren Banken oder Depotstellen Konten oder Depots haben, sollten sie den Freistellungsauftrag auf die verschiedenen Institute aufteilen, um den Gesamtfreibetrag optimal auszuschöpfen.
  3. Überprüfung und Anpassung: Es ist ratsam, den Freistellungsauftrag regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Ändern sich die persönlichen finanziellen Verhältnisse oder die steuerliche Situation, kann es erforderlich sein, den Freistellungsbetrag anzupassen, um den maximalen Nutzen zu erzielen.

Wichtige Punkte zu beachten

Beim Einrichten und Verwalten eines Freistellungsauftrags gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

  1. Höhe des Freistellungsbetrags: Der Freistellungsbetrag sollte sorgfältig festgelegt werden, um den individuellen steuerlichen Freibetrag optimal auszuschöpfen. Es ist ratsam, sich über die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen zur Höhe des Freistellungsbetrags zu informieren.
  2. Berücksichtigung von Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen: Der Freistellungsauftrag gilt für verschiedene Arten von Kapitaleinkünften, einschließlich Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen. Aktionär/innen sollten sicherstellen, dass der Freistellungsauftrag alle relevanten Einkunftsarten abdeckt.
  3. Gemeinsame Freistellungsaufträge: Bei gemeinsamen Konten oder Depots können Ehepartner/innen einen gemeinsamen Freistellungsauftrag nutzen, um den Freibetrag optimal auszuschöpfen.

Fazit

Der Freistellungsauftrag ist ein wichtiges Instrument für Aktionär/innen, um ihre Kapitaleinkünfte steueroptimiert zu gestalten. Er ermöglicht es, einen Teil des Kapitalertrags von der Kapitalertragsteuer freizustellen und den steuerlichen Freibetrag optimal zu nutzen. Durch die Reduzierung der Steuerbelastung und die einfache Abwicklung erleichtert der Freistellungsauftrag Aktionär/innen das Investieren. Es ist jedoch wichtig, den Freistellungsbetrag regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen, um den maximalen Nutzen zu erzielen. Aktionär/innen sollten sich über die aktuellen steuerlichen Bestimmungen informieren und bei Bedarf professionellen Rat einholen, um ihre individuelle steuerliche Situation zu berücksichtigen.