Ein Future ist ein Derivat, das den Aktionär/innen das Recht und die Verpflichtung gibt, einen Vermögenswert zu einem vorab festgelegten Preis (dem sogenannten Basispreis) zu einem späteren Zeitpunkt (dem Verfallstermin) zu kaufen oder zu verkaufen. Futures werden an organisierten Börsen gehandelt und sind standardisierte Verträge, die bestimmte Spezifikationen wie Menge, Qualität und Liefertermin des zugrunde liegenden Vermögenswerts festlegen.

Funktionsweise eines Futures

Ein Future-Kontrakt ermöglicht es Aktionär/innen, an steigenden oder fallenden Kursbewegungen des zugrunde liegenden Vermögenswerts zu partizipieren, ohne den Vermögenswert tatsächlich zu besitzen. Aktionär/innen können in zwei Positionen investieren:

  1. Long-Position: Wenn Aktionär/innen eine Long-Position eingehen, kaufen sie den Future-Kontrakt in der Erwartung, dass der Preis des zugrunde liegenden Vermögenswerts steigt. Sie haben die Verpflichtung, den Vermögenswert zu einem späteren Zeitpunkt zum Basispreis zu kaufen.
  2. Short-Position: Wenn Aktionär/innen eine Short-Position eingehen, verkaufen sie den Future-Kontrakt in der Erwartung, dass der Preis des zugrunde liegenden Vermögenswerts fällt. Sie haben die Verpflichtung, den Vermögenswert zu einem späteren Zeitpunkt zum Basispreis zu verkaufen.

Vorteile des Futures-Handels

Der Handel mit Futures bietet Aktionär/innen verschiedene Vorteile:

  1. Hebelwirkung: Der Einsatz von Futures ermöglicht es Aktionär/innen, eine größere Position an einem Vermögenswert zu kontrollieren, als sie es sich leisten könnten, wenn sie den Vermögenswert direkt kaufen würden. Dies wird als Hebelwirkung bezeichnet und kann zu höheren Gewinnen führen. Allerdings birgt die Hebelwirkung auch ein höheres Verlustrisiko.
  2. Absicherung: Futures können zur Absicherung von Risiken eingesetzt werden. Wenn Aktionär/innen bereits den zugrunde liegenden Vermögenswert besitzen und sich gegen einen fallenden Preis absichern möchten, können sie eine Short-Position im Future eingehen, um potenzielle Verluste auszugleichen.
  3. Liquidität und Transparenz: Futures werden an organisierten Börsen gehandelt, was zu hoher Liquidität und Transparenz führt. Aktionär/innen können ihre Positionen leicht kaufen oder verkaufen und habenjederzeit Zugriff auf aktuelle Kursinformationen.

Risiken des Futures-Handels

Beim Handel mit Futures sollten Aktionär/innen auch die damit verbundenen Risiken beachten:

  1. Verluste durch Hebelwirkung: Obwohl die Hebelwirkung Gewinnchancen bietet, kann sie auch zu erheblichen Verlusten führen. Wenn sich der Kurs des zugrunde liegenden Vermögenswerts in die entgegengesetzte Richtung bewegt, können die Verluste überproportional hoch sein.
  2. Marktrisiko: Der Futures-Markt ist volatil und kann von verschiedenen Faktoren wie wirtschaftlichen Entwicklungen, politischen Ereignissen oder Naturkatastrophen beeinflusst werden. Diese Faktoren können zu schnellen und großen Preisschwankungen führen, die den Wert des Futures beeinflussen.
  3. Kontrahentenrisiko: Beim Handel mit Futures besteht das Risiko des Kontrahentenrisikos. Wenn die Gegenpartei des Futures-Kontrakts zahlungsunfähig wird, kann dies zu Verlusten für die betroffenen Aktionär/innen führen.

Fazit

Futures sind standardisierte Verträge, die Aktionär/innen ermöglichen, an steigenden oder fallenden Kursbewegungen von Vermögenswerten zu partizipieren, ohne den Vermögenswert tatsächlich zu besitzen. Der Handel mit Futures bietet Chancen für Hebelwirkung, Absicherung und Liquidität. Es ist jedoch wichtig, die Risiken des Futures-Handels zu verstehen, insbesondere in Bezug auf Verluste durch Hebelwirkung, Marktrisiken und Kontrahentenrisiken. Aktionär/innen sollten vor dem Handel mit Futures ihre finanzielle Situation, Risikotoleranz und Kenntnisse des Marktes sorgfältig prüfen. Es wird empfohlen, professionelle Beratung einzuholen und sich gründlich über die spezifischen Bedingungen und Regeln des Futures-Marktes zu informieren.