Das Preis-Gewinnwachstums-Verhältnis (PEG-Verhältnis) ist eine Kennzahl, die das Verhältnis zwischen dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einer Aktie und ihrem erwarteten Gewinnwachstum darstellt. Es kombiniert die Bewertung einer Aktie basierend auf ihrem aktuellen Gewinnniveau (KGV) mit der Erwartung des zukünftigen Wachstumspotenzials.

Berechnung: Das PEG-Verhältnis wird berechnet, indem das KGV einer Aktie durch ihr erwartetes Gewinnwachstum pro Jahr geteilt wird. Das Ergebnis gibt an, wie viel ein Anleger bereit ist, für jedes Prozentpunktwachstum des Gewinns zu zahlen.

Bedeutung des PEG-Verhältnisses

  1. Beurteilung des Wachstumspotenzials: Das PEG-Verhältnis ermöglicht Aktionär/innen eine Einschätzung des Verhältnisses zwischen dem Preis, den sie für ein Gewinnwachstum zahlen, und dem erwarteten Wachstumspotenzial einer Aktie.
  2. Vergleich der Bewertung: Durch den Vergleich des PEG-Verhältnisses verschiedener Aktien können Aktionär/innen die relative Bewertung und das Wachstumspotenzial der Unternehmen in Betracht ziehen.
  3. Berücksichtigung des Risikos: Das PEG-Verhältnis kann helfen, das Risiko einer überbewerteten Aktie zu erkennen. Ein niedrigeres PEG-Verhältnis deutet darauf hin, dass die Aktie möglicherweise unterbewertet ist oder ein attraktiveres Wachstumspotenzial aufweist.

Interpretation des PEG-Verhältnisses

  1. PEG-Verhältnis kleiner als 1: Ein PEG-Verhältnis von weniger als 1 wird oft als Anzeichen dafür angesehen, dass die Aktie unterbewertet sein könnte. Ein niedriges PEG-Verhältnis deutet darauf hin, dass das erwartete Gewinnwachstum das KGV übersteigt und die Aktie möglicherweise ein attraktives Investitionsziel darstellt.
  2. PEG-Verhältnis gleich 1: Ein PEG-Verhältnis von etwa 1 zeigt an, dass das erwartete Gewinnwachstum das KGV in etwa ausgleicht. Die Aktie wird als fair bewertet angesehen.
  3. PEG-Verhältnis größer als 1: Ein PEG-Verhältnis von mehr als 1 kann darauf hindeuten, dass die Aktie überbewertet sein könnte. Das erwartete Gewinnwachstum rechtfertigt möglicherweise nicht den aktuellen Preis der Aktie.

Einschränkungen des PEG-Verhältnisses

  1. Prognoseunsicherheit: Das PEG-Verhältnis basiert auf erwarteten Gewinnprognosen, die mit Unsicherheit behaftet sein können. Anleger sollten berücksichtigen, dass Prognosefehler auftreten können und die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten abweichen können.
  2. Branchenunterschiede: Das PEG-Verhältnis kann je nach Branche variieren. Branchen mit höheren Wachstumserwartungen können tendenziell höhere PEG-Verhältnisse aufweisen, während Branchen mit geringerem Wachstum niedrigere PEG-Verhältnisse haben könnten.

Fazit

Das PEG-Verhältnis ist eine wichtige Kennzahl für Aktionär/innen beim Investieren in Aktien. Es ermöglicht eine Bewertung des Verhältnisses zwischen dem KGV und dem erwarteten Gewinnwachstum einer Aktie. Aktionär/innen können das PEG-Verhältnis nutzen, um das Wachstumspotenzial einer Aktie zu beurteilen und diese mit anderen Unternehmen zu vergleichen. Es ist jedoch wichtig, die Einschränkungen des PEG-Verhältnisses zu beachten und zusätzliche Analysen durchzuführen, um fundierte Anlageentscheidungen zu treffen.